Selbstliebe ist eine Entscheidung

Selbstliebe ist eine Entscheidung – nicht ein Ziel

Viele Menschen betrachten Selbstliebe als etwas, das sie erst erreichen müssen – als ein entferntes Ziel, das mit genügend persönlicher Entwicklung, Erfolg oder äußerer Veränderung irgendwann von selbst eintritt. Doch was, wenn Selbstliebe kein Endzustand, sondern eine bewusste Entscheidung ist?

Vielleicht kennst du das Gefühl, dass du dich erst dann wirklich selbst annehmen kannst, wenn du „besser“, „stärker“ oder „erfolgreicher“ bist. Vielleicht glaubst du, dass du erst eine bestimmte Version von dir selbst werden musst, um dich endlich als liebenswert zu empfinden.

Doch die Wahrheit ist: Selbstliebe beginnt nicht irgendwann – sie beginnt genau hier und jetzt.

Sie ist keine Belohnung für Perfektion, sondern eine Entscheidung, die du in jedem Moment treffen kannst. Sie zeigt sich nicht darin, was du bereits erreicht hast, sondern darin, wie du mit dir selbst umgehst – gerade in den Momenten, in denen du dich unsicher oder unvollkommen fühlst.

Wer beginnt, Selbstliebe als eine tägliche Wahl zu betrachten, statt als ein fernes Ziel, öffnet sich für eine neue Art, mit sich selbst zu sein. Es geht nicht darum, etwas zu werden, sondern darum, dich mit all deinen Facetten anzunehmen – heute, nicht erst morgen.

Der Irrtum: Warum viele glauben, dass Selbstliebe ein Ziel ist

Viele Menschen setzen Selbstliebe mit einem Zustand gleich, den sie irgendwann in der Zukunft erreichen – wenn sie endlich zufriedener mit sich selbst sind, wenn sie sich weiterentwickelt haben oder wenn das Leben ihnen bestätigt, dass sie liebenswert sind.

Sie denken:

  • Ich liebe mich erst, wenn ich selbstbewusster bin.
  • Ich kann mich erst annehmen, wenn ich all meine Unsicherheiten überwunden habe.
  • Ich verdiene Selbstliebe nur, wenn ich in bestimmten Bereichen meines Lebens erfolgreich bin.

Doch genau hier liegt der Irrtum: Selbstliebe ist keine Belohnung für Erfolge oder Perfektion – sie ist eine bewusste Wahl, unabhängig davon, wo du gerade stehst.

Gesellschaftliche Prägung: Warum viele glauben, nicht genug zu sein

Von klein auf lernen wir, dass unser Wert von äußeren Maßstäben abhängt:

  • Gute Noten bedeuten Anerkennung.
  • Leistung bringt Bestätigung.
  • Anpassung sichert Zugehörigkeit.

Viele übernehmen unbewusst die Vorstellung, dass sie erst dann liebenswert sind, wenn sie sich „genug“ angestrengt haben – wenn sie hart an sich gearbeitet, Schwächen überwunden und sich optimiert haben. Doch Selbstliebe bedeutet nicht, dich zu verbessern, bis du „gut genug“ bist. Es bedeutet, dich genau jetzt anzunehmen – mit allem, was du bist.

Selbstoptimierung statt Selbstannahme

Die heutige Welt ist voller Ratgeber, die dir zeigen wollen, wie du „die beste Version deiner selbst“ werden kannst. Persönlichkeitsentwicklung kann wertvoll sein, doch oft führt sie dazu, dass Menschen sich nur dann als wertvoll empfinden, wenn sie sich verbessern.

Doch was wäre, wenn du aufhörst, dich immer weiter optimieren zu müssen? Was, wenn du stattdessen anerkennst, dass du bereits vollständig bist – unabhängig davon, ob du dich weiterentwickelst oder nicht?

Sich Selbst zu lieben bedeutet nicht Stillstand, sondern eine völlig neue Perspektive: Wachstum aus Annahme statt aus Mangel.Und genau hier beginnt der Wandel: Wenn du erkennst, dass Selbstliebe keine Endstation ist, sondern eine Entscheidung, die du immer wieder neu treffen kannst.

Selbstliebe als Entscheidung – Was bedeutet das konkret?

Die Selbstliebe ist keine Errungenschaft, die du dir erarbeiten musst. Sie ist auch kein Meilenstein, den du irgendwann in der Zukunft erreichst. Vielmehr ist sie eine bewusste Wahl – eine innere Ausrichtung, die du in jedem Moment treffen kannst.

Das bedeutet:

  • Du musst nicht erst jemand anderes werden, um dich selbst annehmen zu dürfen.
  • Du musst nicht erst alle deine Fehler „korrigieren“, um dich wertvoll zu fühlen.
  • Du darfst dich genau jetzt so annehmen, wie du bist – mit allem, was dich ausmacht.

Selbstliebe beginnt im Inneren – nicht im Außen
Viele suchen Selbstliebe in äußeren Bestätigungen: durch Anerkennung, Erfolg oder das Gefühl, gebraucht zu werden. Doch all das ist vergänglich. Wahre Selbstliebe kommt nicht von außen, sondern von innen – aus der Entscheidung heraus, dich selbst mit Mitgefühl und Wertschätzung zu begegnen.

Das bedeutet nicht, dass du dich immer großartig fühlen musst. Selbstliebe bedeutet nicht, dass du dich jeden Tag perfekt annimmst oder keine Selbstzweifel mehr hast. Es bedeutet vielmehr, dass du auch an schwierigen Tagen freundlich mit dir selbst umgehst, statt dich abzulehnen.

Selbstliebe zeigt sich in deinen Entscheidungen
Selbstliebe ist nicht nur eine innere Haltung – sie spiegelt sich auch in deinen täglichen Entscheidungen wider:

  • Wie sprichst du mit dir selbst, wenn etwas nicht gelingt?
  • Wie gehst du mit deinen Grenzen um – respektierst du sie oder ignorierst du sie?
  • Wie entscheidest du, mit Herausforderungen umzugehen – mit Selbstkritik oder mit Mitgefühl?

Jeder Moment gibt dir die Möglichkeit, dich entweder zu verurteilen – oder dich bewusst für Liebe zu entscheiden.

Wie du dich in jedem Moment für Selbstliebe entscheidest

Selbstliebe ist keine einmalige Erkenntnis, sondern eine fortlaufende Praxis. Es geht darum, immer wieder neu zu wählen – besonders in den Momenten, in denen es dir schwerfällt.

Doch wie kannst du dich konkret für Selbstliebe entscheiden? Hier sind einige wesentliche Aspekte:

1. Bewusste Gedankenwahl – Der innere Dialog verändert alles
Wie du mit dir selbst sprichst, hat einen enormen Einfluss darauf, wie du dich fühlst. Oft sind wir uns nicht einmal bewusst, wie hart oder kritisch unsere innere Stimme ist.
Erkenne, wenn du dich selbst verurteilst, und frage dich:

  • Würde ich so mit einem geliebten Menschen sprechen?
  • Was wäre eine liebevollere, verständnisvollere Art, mit mir selbst umzugehen?

Statt dich für einen Fehler oder eine Unsicherheit abzuwerten, kannst du dich selbst mit den Worten behandeln, die du auch einem Freund schenken würdest.

2. Dich selbst in schwierigen Momenten halten
Selbstliebe zeigt sich besonders dann, wenn du durch Herausforderungen gehst. Oft reagieren wir mit Selbstkritik oder Widerstand gegen unangenehme Gefühle. Doch wahre Selbstliebe bedeutet, dich auch in deinen verletzlichsten Momenten anzunehmen.

Das kann bedeuten:

  • Dir selbst zu erlauben, traurig, unsicher oder überfordert zu sein – ohne dich dafür zu verurteilen.
  • Statt gegen deine Gefühle zu kämpfen, dich selbst mit Mitgefühl zu halten.
  • Zu erkennen, dass dein Wert nicht davon abhängt, wie „gut“ oder „stark“ du dich gerade fühlst.

Ein einfacher Schritt ist, die Hand sanft auf dein Herz zu legen, tief zu atmen und dir selbst zu sagen: „Ich bin für mich da.“

3. Die Angst vor Ablehnung loslassen
Viele Menschen glauben, dass sie sich erst verändern müssen, um akzeptiert und geliebt zu werden. Doch Selbstliebe bedeutet, dich so anzunehmen, wie du bist – nicht erst dann, wenn du den Erwartungen anderer entsprichst.

Du darfst dich fragen:

  • In welchen Bereichen versuche ich, mich anzupassen, statt authentisch zu sein?
  • Welche Erwartungen von außen halten mich davon ab, mich selbst anzunehmen?
  • Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn ich mich nicht mehr von der Angst vor Ablehnung lenken lasse?

Je mehr du dich selbst so akzeptierst, wie du bist, desto weniger bist du auf Bestätigung von außen angewiesen.

4. Jeden Tag kleine Entscheidungen für dich treffen
Selbstliebe zeigt sich nicht in großen Gesten, sondern in den kleinen, täglichen Entscheidungen:

  • Statt dich selbst zu überfordern, darfst du deine eigenen Bedürfnisse ernst nehmen.
  • Statt „Ja“ zu sagen, wenn du „Nein“ fühlst, darfst du klare Grenzen setzen.
  • Statt dich an Vergleichen zu orientieren, darfst du deine eigene Einzigartigkeit schätzen.

Jeder Moment gibt dir die Möglichkeit, dich bewusst für dich selbst zu entscheiden.

Praktische Wege, um Selbstliebe im Alltag zu leben

Selbstliebe ist keine Theorie – sie entfaltet sich in den kleinen Momenten deines Alltags. Es geht nicht darum, perfekte Routinen zu erschaffen, sondern darum, bewusste Entscheidungen zu treffen, die dir gut tun.

Hier sind einige einfache, aber wirkungsvolle Wege, wie du Selbstliebe im Alltag stärken kannst:

1. Achtsamer innerer Dialog – Sprich mit dir wie mit einem guten Freund
Achte darauf, wie du innerlich mit dir sprichst. Wenn du dich selbst für Fehler kritisierst oder abwertest, frage dich:

  • Würde ich so mit jemandem sprechen, den ich liebe?
  • Was würde ich einem Freund in dieser Situation sagen?
  • Wie kann ich mir selbst mehr Mitgefühl entgegenbringen?

Der erste Schritt zu Selbstliebe ist, freundlicher mit dir selbst zu sein.

2. Kleine Selbstliebe-Rituale – Zeit für dich selbst nehmen
Oft vergessen wir im Trubel des Alltags, gut für uns selbst zu sorgen. Doch Selbstliebe zeigt sich in den Momenten, in denen du dir bewusst Zeit für dich nimmst.

Das kann bedeuten:

  • Ein paar Minuten in Stille verbringen und tief atmen.
  • Einen Spaziergang machen, um dich zu erden.
  • Ein warmes Getränk in Ruhe genießen, ohne Ablenkung.

Diese kleinen Rituale helfen dir, deine eigene Präsenz wieder bewusst wahrzunehmen.

3. Gesunde Grenzen setzen – Lerne, „Nein“ zu sagen
Selbstliebe bedeutet auch, dich selbst nicht ständig hintenanzustellen. Frage dich:

  • Sage ich „Ja“, obwohl ich „Nein“ meine?
  • Nehme ich mir genügend Raum für mich selbst?
  • Erlaube ich mir, meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen?

Grenzen zu setzen ist kein Egoismus – es ist ein Akt der Selbstachtung.

4. Dankbarkeit für dich selbst entwickeln
Oft neigen wir dazu, nur im Außen dankbar zu sein – für Menschen, Erlebnisse oder Dinge. Doch wie oft bist du dankbar für dich selbst?

Nimm dir täglich einen Moment, um zu reflektieren:

  • Wofür kann ich mir selbst heute dankbar sein?
  • Welche Stärken oder Eigenschaften schätze ich an mir?
  • Was habe ich heute für mich getan?

Dankbarkeit für dich selbst verstärkt deine innere Verbindung und hilft dir, dich selbst wertzuschätzen.

5. Dich selbst annehmen – auch in schwierigen Momenten
Selbstliebe bedeutet nicht, sich nur dann anzunehmen, wenn alles gut läuft. Sie zeigt sich besonders in den Momenten, in denen du zweifelst, unsicher bist oder dich verletzlich fühlst.

  • Erlaube dir, Mensch zu sein – mit all deinen Facetten.
  • Sei geduldig mit dir, wenn du dich schwer tust.
  • Erinnere dich daran: Du bist wertvoll, genau so, wie du jetzt bist.

Selbstliebe ist nicht die Abwesenheit von Fehlern oder Schwächen – sondern die Entscheidung, dir selbst trotz allem mit Güte zu begegnen.

Fazit: Die Entscheidung für Selbstliebe – immer wieder aufs Neue

Selbstliebe ist kein Ziel, das du irgendwann erreichst. Es ist auch kein Zustand, der von äußeren Umständen oder Perfektion abhängt. Selbstliebe ist eine bewusste Wahl, die du in jedem Moment treffen kannst.

Jeden Tag hast du die Möglichkeit, dich entweder mit Strenge oder mit Mitgefühl zu begegnen, dich zu verurteilen oder anzunehmen, gegen dich zu kämpfen oder in dich hineinzufühlen.

Die Wahrheit ist: Du musst nicht erst anders werden, um dich selbst zu lieben.

  • Selbstliebe bedeutet nicht, fehlerfrei zu sein – sondern dich mit all deinen Facetten anzunehmen.
  • Selbstliebe bedeutet nicht, immer glücklich zu sein – sondern dir auch in schweren Zeiten mit Freundlichkeit zu begegnen.
  • Selbstliebe bedeutet nicht, dich immer stark zu fühlen – sondern dir zu erlauben, verletzlich zu sein.

Es gibt keinen perfekten Moment, um damit zu beginnen. Selbstliebe beginnt jetzt – in diesem Augenblick, mit der Entscheidung, dich selbst mit anderen Augen zu sehen.

Wie würdest du dich fühlen, wenn du dich ab heute bewusster für Selbstliebe entscheiden würdest?

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Iris_Paul

Hallo, hier schreibt Iris!

In meinem Blog teile ich meine Ansichten und Werkzeuge zu den Themen Selbstliebe, Authentizität, Achtsamkeit uv.m. mit dir. Lass dich inspirieren.

Neue Beiträge

Energetische Schnell-Reinigung
Energetische Reinigung im Alltag

Energetische Reinigung im Alltag – Methoden, Wirkung & einfache Alternative: Fremde Energien belasten dich? Erfahre, wie du dich energetisch reinigen kannst – und entdecke eine einfache Methode für deinen Alltag.

Dankbarkeit als Lebenshaltung
Dankbarkeit als Lebenshaltung

Dankbarkeit ist mehr als ein Gefühl – sie ist eine bewusste Entscheidung, die dein Leben verändern kann. Erfahre, wie du Dankbarkeit als innere Haltung kultivierst und damit zu mehr Fülle, Leichtigkeit und innerem Frieden findest.